Fachforen

WS 1 Wie entsteht ein gesundes Open Source-Ökosystem?

Kaum ein Bereich steht so sehr für Zusammenarbeit wie Open Source. Und doch bleibt das zugehörige Ökosystem oft nur am Rande der Diskussion. Dabei prägt Open Source die aktuelle Debatte um digitale Souveränität in Deutschland und Europa maßgeblich, so dass dieses Thema zu keinem Zeitpunkt wichtiger war als heute. Der Workshop stellt Herausforderungen, Lösungsansätze und Best Practices für die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wirtschaft in den Mittelpunkt. Im Fokus stehen die Fragen: Wie können staatliche Akteure im eigenen Interesse offene Technologie-Ökosysteme erfolgreich aufbauen – und welche Rolle kommt ihnen dabei zu?

Moderation: Alexander Rosenthal, Digital Hub Schleswig-Holstein

  • Sven Thomsen, CIO, Schleswig-Holstein
  • Nicole Beckendorf, Vorsitzende, Open Source Program Office,
    Schleswig-Holstein
  • Bernd Schlömer, Staatssekretär für Digitalisierung, Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes, Sachsen-Anhalt
  • Peter H. Ganten, Vorstandsvorsitzender, OSB Alliance
  • Ulrich Pieschel, Leiter der Wirtschaftsregionen Niedersachsen und Bremen, Der Mittelstand. BVMW

WS 2 Data Governance implementieren

Moderation: Dr. Moritz Karg, Referatsleiter Grundsatzangelegenheiten Digitalisierung &  E-Government, Staatskanzlei Schleswig-Holstein

  • Dr. Jesper Zedlitz, Open Data-Beauftragter, Schleswig-Holstein
  • Andreas Betz, Amtsdirektor, Amt Hüttener Berge
  • Guido Kraft, Field CISO, WALLIX
  • Robert Eggebrecht*, Datenschutzmanagement, Zentrum für Digitalisierung, Mecklenburg-Vorpommern
  • Ute Bendhaack*, Dokumenten- u. Informations management, Senatskanzlei, Hamburg

WS 3 KI in Fachverfahren nutzen

KI-Assistenten am Arbeitsplatz sind vielerorts angekommen – doch wie gelangt KI in die eigentlichen Fachverfahren der Verwaltung? Der Workshop zeigt anhand konkreter Beispiele aus der Verwaltung, welche Potenziale, Anforderungen und Hürden sich dabei ergeben. In einem interaktiven Format mit Impulsen, Live-Feedback und gemeinsamer Diskussion entwickeln die Teilnehmenden ein Bild davon, wo KI in Fachverfahren echten Mehrwert schaffen kann – und was dafür organisatorisch, technisch und rechtlich notwendig ist.

Moderation: Dr. Jörg Nickel, Referatsleiter Digitaler Wandel,
Staatskanzlei Schleswig-Holstein

  • Marcel Kuru, Leitung IT & Digitalisierung, Region Hannover
  • Dr. Antje Buschschulte, Referentin für Digitalisierung, Staatskanzlei und Ministerium für Kultur, Sachsen-Anhalt
  • Clemens Gruber*, Head of Digital Transformation and Innovation,  Oberösterreich
  • Christian Eisenried, Managing Director Public Sales, puntus
  • N.N.*, govdigital
  • N.N.*, PwC

WS 4 Informationssicherheit in Kommunen leben

Ein Cyberangriff zeigt schlagartig, wie verwundbar kommunale Verwaltungen sein können. Doch was folgt daraus für die Praxis? Das Fachforum diskutiert, wie Informationssicherheit in Kommunen wirksam umgesetzt werden kann. Im Mittelpunkt stehen die Rollen von Kommunen, Ländern und Bund sowie die Frage, welche Governance in Zukunft erforderlich ist. Wie viel Steuerung braucht Informationssicherheit? Welche Verantwortung tragen Verwaltungsleitungen? Und wie gelingt es, Informationssicherheit dauerhaft in Organisation und Führung zu verankern? Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Bund, Ländern und kommunaler Praxis werden unterschiedliche Perspektiven beleuchtet und Lösungsansätze für eine widerstandsfähige öffentliche Verwaltung diskutiert.

Moderation: Matthi Bolte-Richter, Geschäftsführung, IT-Verbund
Schleswig-Holstein

  • Oliver Voigt, stellv. CISO, Schleswig-Holstein
  • Sabine Griebsch, Krisenmanagerin, GovThings
  • Peter Neuhauser, Bereichsleiter IT-Sicherheit, Bundesagentur
    für Arbeit
  • Carsten Buchter*, CISO, Freie und Hansestadt Hamburg
  • Stefanie Euler, Referatsleiterin Informationssicherheitsberatung für Länder und Kommunen, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
  • Jannika Grade,  Sachgebietsleiterin, Landeskriminalamt, Schleswig-Holstein

WS 5 Das formularlose Formular: Prozessdigitalisierung neu gedacht – KI als Gamechanger

Viele Digitalisierungsprojekte in der Verwaltung starten mit der richtigen Absicht, enden aber oft in neuen Formularen, zusätzlichen Zwischenschritten und komplexen Sonderlösungen. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht: Wie digitalisieren wir ein Formular? Sondern: Wie vermeiden wir, dass Bürgerinnen, Bürger und Mitarbeitende überhaupt noch Formulare ausfüllen müssen?

Der Workshop versucht aufzuzeigen, warum Verwaltungsdigitalisierung erst dann spürbar wirkt, wenn Antragsprozesse einfacher, einheitlicher und konsequent Ende-zu-Ende gedacht werden und wie der Weg dahin aussieht. Zielpunkt dabei das „formularlosen Formular“: KI erfasst benötigte Angaben im Dialog, strukturiert die Daten für die Weiterverarbeitung und entlastet die Sachbearbeitung von Routineaufgaben

Nach einem kurzen Impuls wird der Ansatz gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus kommunaler Praxis und Lösungsanbietern diskutiert. Dabei geht es nicht um Technik um der Technik willen, sondern um die zentrale Frage: Wie kann KI helfen, Antragsverfahren einfacher, schneller und praxistauglicher zu machen?

Wer wissen möchte, wie weniger Formularlogik, mehr Prozessklarheit zu echter Entlastung in der Verwaltung führen können, ist in diesem Workshop richtig.

Moderation: N.N., Behörden Spiegel

  • Frank-Olaf Wilhelm, Digitalisierungsexperte für die Kommunalverwaltung, S-Public Services
  • N.N., Kommune
  • N.N., Kommune

WS 6 Datenmanagement wirksam umgesetzt – Basis für KI und digitale Souveränität

Wie lassen sich Datenschätze heben, wie handelt eine Organisation datengetrieben und wie wird aus Datenmanagement ein tragfähiges Fundament für KI und digitale Souveränität? Das Fachforum gibt einen praxisnahen Einblick aus Ressortsicht in die standardisierte und qualitätsgesicherte Bereitstellung von Daten sowie in die Umsetzung strategischer Landesvorgaben. Anschließend diskutieren wir über ein funktionales Datenmanagement als Grundlage für Zukunftstechnologien, interaktiv und anwendungsnah.

Moderation: N.N., KPMG

  • Dr. Petra Witez, Leitung Referat Informationstechnik und Informationsmanagement, Ministerium für Energie­wende, Klimaschutz, Umwelt und Natur, Schleswig-Holstein
  • Dr. Jan Merkens, Referat Informationstechnik und Informationsmanagement, MEKUNSH
  • Gerhard Rempp, Senior Manager, KPMG
  • Tim Siemers, Teamleitung Datenmanagement, NOOTS, FITKO

WS 7 Register-as-a-Service als Baustein der Registermodernisierung und eines Landesdatennetzes

Wie gelingt der Schritt von isolierten Informationsinseln hin zu einer vernetzten, digitalen Verwaltung? Erfahren Sie, wie Länder und Verwaltungen die Datenhaltung und den Datenaustausch effizienter, sicherer und medienbruchfrei gestalten, um Prozesse zu beschleunigen und Bürgerinnen, Bürger sowie Unternehmen spürbar zu entlasten. Vertreterinnen und Vertreter aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein teilen ihre Praxiserfahrungen. Im anschließenden Workshop sind Ihre Ideen, Fragen und Perspektiven gefragt.

Moderation: Katharina Welna,  stv. Referatsleiterin Grundsatzangelegenheiten,
Digitalisierung und E-Government, Staatskanzlei, Schleswig-Holstein

  • Jan Heydorn, Landeskoordinator für Registermodernisierung,
    Niedersachsen
  • Kord Ellermann*, Gesamtsteuerung des Projektes Landesdatennetz, Digitalisierung und Zentrales IT-Management, Staatskanzlei, Schleswig-Holstein
  • Erhardt Glauche, Referent, Ministerium für Infrastruktur und Digitales, Sachsen-Anhalt
  • Dirk Stefan Haase, Grundsatzfragen der Zentralen Register, Kraftfahrt-Bundesamt
  • Katrin Giebel*, Senior Expertin für Digitalisierung, Bundesagentur für Arbeit

WS 8 Auf Augenhöhe im Digital-Föderalismus kooperieren

Mit Föderaler Modernisierungsagenda und Deutschland-Stack kam endlich Tempo in die föderale Verwaltungsdigitalisierung, die es braucht für eine moderne Verwaltung, die über alle Ebenen hinweg funktioniert. Dennoch knirscht es immer wieder, z.B. bei der Verbindlichkeit von Standards oder der Umsetzung Digitaler Souveränität. Reibung ist kein Problem, wenn Kompromisse auf Augenhöhe verhandelt werden. Wo funktioniert föderale Kooperation auf Augenhöhe bereits und wo besteht Verbesserungsbedarf? Diese Fragen diskutiert das Panel, interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich einbringen.

Moderation: Anke Domscheit-Berg, Behörden Spiegel

  • Dr. Moritz Karg, Referatsleiter Grundsatzangelegenheiten Digitalisierung
    & E-Government, Staatskanzlei, Schleswig-Holstein
  • Annika Busse, CIO, Hansestadt Hamburg
  • Marco Anschütz, Abteilungsleiter Digitalisierung, Ministerium
    für Inneres, Bau und Digitalisierung, Mecklenburg-Vorpommern
  • Frank Bonse, Referatsleiter OZG, Ministerium für Infrastruktur
    und Digitales, Sachsen-Anhalt
  • N.N., Partner

WS 9 Generative KI am Arbeitsplatz nutzen

Der Öffentliche Dienst steht vor vielfältigen Herausforderungen – von Fachkräftemangel und steigenden Anforderungen an Servicequalität bis hin zu wachsendem Digitalisierungsdruck. Künstliche Intelligenz bietet die Chance, Prozesse effizienter zu gestalten, Mitarbeitende zu entlasten und Wissen besser verfügbar zu machen.

Doch wie lässt sich KI sinnvoll und sicher in den Arbeitsalltag der Verwaltung integrieren? Und wie können konkrete Mehrwerte geschaffen werden, ohne Vertrauen, Transparenz und rechtliche Rahmenbedingungen aus dem Blick zu verlieren?

Moderation: Carla Menzel, Behörden Spiegel

  • Dr. Jörg Nickel, Referatsleiter Digitaler Wandel, Staatskanzlei,
    Schleswig-Holstein
  • Dilan Aral, IT-Projektleiterin, IT.Niedersachsen
  • Andreas Altmann*, Projektmanager, Ministerium für Infrastruktur und Digitales, Sachsen-Anhalt
  • Tina Reimer, KI-Referentin, Senatskanzlei, Hansestadt Hamburg
  • Jonas Dageförde, CDO, Landeshauptstadt Kiel
  • N.N.*, Zaitgeist

WS 10 Deutschland-Architektur und Deutschland-Stack

Mit der Deutschland-Architektur und dem Deutschland-Stack konkretisieren Bund und Länder erstmals gemeinsame Zielbilder für die IT der öffentlichen Verwaltung. Im Fokus stehen standardisierte Basisdienste, gemeinsame Plattformen, klare Schnittstellen sowie wiederverwendbare Komponenten, die nach dem EfA-Prinzip entwickelt und betrieben werden. Doch wie verbindlich können gemeinsame Standards im föderalen System umgesetzt werden? Welche Rolle spielen zentrale Komponenten wie Identitätsdienste, Register, Cloud-Infrastrukturen und Open-Source-Bausteine?

Moderation: Frederik Steinhage, Behörden Spiegel

  • Thomas Tucker, Co-Founder, PCT digital GmbH
  • Carola Heilemann-Jeschke, CIO, Senator für Finanzen, Freie Hansestadt Bremen
  • Sirko Scheffler, Geschäftsführer, brain-SCC
  • Christoph Vollmer,  Leiter der Geschäftsstelle Digitaler Bauantrag, Ministerium für Inneres und Bau, Mecklenburg-Vorpommern
  • Mareike Donath*, Leiterin der Stabsstelle Digitaler Wandel, Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern

WS 11 Vom Online-Service bis zur automatisierten Fallbearbeitung – Ende-zu-Ende-Digitalisierung komplexer Verwaltungsverfahren

Vom Online-Service bis zur automatisierten Fallbearbeitung – Wie lassen sich komplexe Verwaltungsverfahren Ende-zu-Ende digitalisieren? Der Workshop zeigt anhand der Zusammenarbeit zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark, wie Online-Service, Fachverfahren und Automatisierung auf einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt werden können. Eine Live-Demo und Erfahrungen aus Schleswig-Holstein geben praxisnahe Einblicke in moderne, skalierbare und digital souveräne Verwaltungsprozesse.

Moderation: Jess Knudsen, DACH Managing Director, NetCompany

  • Dr. Moritz Karg, Referatsleiter Grundsatzangelegenheiten Digitalisierung & E-Government, Staatskanzlei, Schleswig-Holstein
  • Ann Andersen, Manager, NetCompany
  • Kyra Rahns, Senior Consultant, NetCompany

WS 12 Souverän. Resilient. Handlungsfähig. – Warum Digitalisierung, Cybersecurity und Cloudtechnologie gemeinsam über die Handlungsfähigkeit von Verwaltung entscheiden.

Initiativen wie die Deutsche Verwaltungscloud, Multi-Cloud-Strategien der Länder und der Fokus auf digitale Souveränität zeigen: Bund und Länder schaffen bereits heute die Grundlagen für eine sichere, resiliente und zukunftsfähige Verwaltungs-IT.
Gleichzeitig wächst der Handlungsdruck. Bürgerinnen und Bürger erwarten moderne digitale Leistungen, Cyberbedrohungen nehmen zu, der Fachkräftemangel bremst die Transformation und geopolitische Entwicklungen rücken die Frage nach technologischen Abhängigkeiten stärker in den Fokus.
Damit wird deutlich: Nicht einzelne Technologien entscheiden über die Zukunft der Verwaltung, sondern ihr Zusammenspiel. Doch welcher Weg sichert langfristig staatliche Handlungsfähigkeit? Geht Souveränität vor Geschwindigkeit und entsteht Resilienz vor allem durch die Reduzierung technologischer Abhängigkeiten? Oder gilt Handlungsfähigkeit vor Perfektion und moderne Cloud-, Plattform- und KI-Technologien müssen konsequent genutzt werden, um den steigenden Anforderungen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gerecht zu werden?
Im Expertengespräch diskutieren wir, wie Verwaltung den richtigen Ausgleich zwischen Souveränität, Innovation, Sicherheit und Umsetzungsgeschwindigkeit findet – und welche Weichen heute gestellt werden müssen, um auch morgen souverän, resilient und handlungsfähig zu bleiben.

  • N.N., msg